13 Tipps: So fotografieren Sie Ihr Baby richtig

13 Tipps Babyfotografie

Sie haben es geschafft, das lange Warten auf Ihr Baby ist beendet und der neue Erdenbürger ist endlich in Ihren Armen angekommen. Nun ist der Zeitpunkt da, nicht nur Handyschnappschüsse von Ihrem Liebling zu machen, sondern den Sonnenschein selbst „richtig“ zu fotografieren.

Es müssen schließlich „Danke“- Karten, Kalender und sonstige Niedlichkeiten produziert und die Großeltern und Freunde reichlich mit neuen Bildern versorgt werden. Auf Basis der vielen Babyshootings haben wir wertvolle Erfahrung sammeln können, wie man am besten Babys und Kleinkinder fotografieren kann.  Daraus haben wir 13 Tipps entwickelt, wie Sie Ihren kleinen Engel noch besser ins rechte Licht rücken und qualitativ ansprechende Ergebnisse erzielen.

Sie haben es geschafft, das lange Warten auf Ihr Baby ist beendet und der neue Erdenbürger ist endlich in Ihren Armen angekommen. Nun ist der Zeitpunkt da, nicht nur Handyschnappschüsse von Ihrem Liebling zu machen, sondern den Sonnenschein selbst „richtig“ zu fotografieren.

Es müssen schließlich „Danke“- Karten, Kalender und sonstige Niedlichkeiten produziert und die Großeltern und Freunde reichlich mit neuen Bildern versorgt werden. Auf Basis der vielen Babyshootings haben wir wertvolle Erfahrung sammeln können, wie man am besten Babys und Kleinkinder fotografieren kann.  Daraus haben wir 13 Tipps entwickelt, wie Sie Ihren kleinen Engel noch besser ins rechte Licht rücken und qualitativ ansprechende Ergebnisse erzielen.

Hier kommt eine Anleitung, wie Sie Ihr Baby selber fotografieren und schön in Szene setzen können

Unsere Praxistipps

 

Inhalte:

  • Tipp 1: Das Alter des Babys
  • Tipp 2: Rhythmus des Babys bei der Planung beachten
  • Tipp 3: Bildauswahl und Stil – was soll fotografiert werden?
  • Tipp 4: Kleiderauswahl & Accessoires fürs Baby und die Eltern
  • Tipp 5: Hintergründe
  • Tipp 6: Decken und Kissen
  • Tipp 7: Die richtige Beleuchtung
  • Tipp 8: Eine Wohlfühl-Atmosphäre schaffen
  • Tipp 9: Kamera-Einstellungen
  • Tipp 10: Sportlichkeit
  • Tipp 11: Es quietscht und gibt Töne von sich
  • Tipp 12: Pausen
  •  Tipp 13: Neugeborenen Akne, Schönheitsfehler & Co.
  • Bonustipp 1: Bildnachbearbeitung
  • Bonustipp 2: Bildgeschenke

 

Tipp 1: Das Alter des Babys

Grundlegend ist zu sagen, dass ein Baby, egal in welchem Alter es ist, fotografiert werden kann und sollte. Allerdings hat jedes Alter verschiedene Herausforderungen.

0 – 3 Monate: In diesem Alter lassen die Kleinen zwar alles mit sich machen, dafür schlafen oder schreien sie viel und reagieren kaum auf Rufe oder Töne. Vor allem zu Beginn dieses Zeitraums haben sie kaum Kraft sich aufzustützen oder gar alleine zu sitzen etc. Unterbrochen wird das Shooting auch durch häufiges Füttern, Windeln wechseln und Tränen abwischen oder beruhigen. Das Positive ist, dass man das Baby in eine bestimmte Stellung legen und das Foto machen kann. Es lässt sich nicht so schnell ablenken. Wenn das Baby schläft können Sie sehr schöne Detailaufnahmen der Hände und Füße machen. Fotomotive können weiterhin sein: auf Mamas oder Papas Armen, eingekuschelt mit der Lieblingsdecke und dem Schnuffeltier. Gegen Ende dieses Zeitraums können Sie Ihr Baby zum Lachen bringen, sodass Sie süße Lächelbilder erhalten (auch wenn das Kind dabei nicht immer in die Kamera gucken wird.) Außerdem reagiert es auf Licht, haben Sie eine Lichterkette oder anderes Lichtobjekt? Diese bewirkt wahre Wunder. Hiermit können Sie versuchen, die Blickrichtung zu steuern, indem sie es ganz nah an die Linse Ihrer Kamera halten. Das Baby schaut dann (hoffentlich) dort hin.

3 – 6 Monate: Die Babys nehmen nun aktiv ihre Umgebung wahr. Wenn Ihr Kind gut drauf ist, können Sie viele Lächelbilder erzeugen, aber auch andere Emotionen können Sie (zumindest für das eigene Fotoalbum) aufnehmen. Das Köpfchen kann nun eigenständig gehalten werden. Legen Sie Ihr Kind auf den Bauch, legen Sie sich davor und machen Sie das Bild auf Augenhöhe. Die Kleinen beginnen auf erste Geräusche zu achten und erfreuen sich am Blitzlicht. Achten Sie darauf, viele Pausen einzulegen. Fuß- und Handbilder sind Glücksache, da sich ständig bewegt werden muss. Zappeln ist an der Tagesordnung. J

 6 Monate – 1 Jahr: Die Kleinen beginnen nun mit den ersten „Kunststücken“. Krabbeln, spielen, lustige Geräusche machen. Kinder in diesem Alter zu fotografieren ist etwas einfacher als davor, da sie bereits eine kleine Aufmerksamkeitsspanne haben und auch, wenn sie wollen, tun, was wir von ihnen wollen. Auch die Unterbrechungen werden etwas weniger. Allerdings werden Sie auch keine Fotos mehr machen können, wenn die Lust des Kindes schwindet.

ab 1 Jahr: Jetzt kann man schon fast richtig mit den Kindern „arbeiten“. Allerdings kann es vorkommen, dass die Kleinen plötzlich keine Lust mehr haben und bockig werden. Auch andere Dinge können viel interessanter sein, als der verträumte Blick in die Kamera. Keine Sorge, das ist normal. Fotografieren Sie bei Bedarf in Etappen. Manchmal können auch kleine Bestechungen wahre Wunder bewirken.

Tipp 2: Rhythmus des Babys bei der Planung beachten

Jede Familie und jedes Baby hat einen anderen Tagesrhythmus. Sie kennen Ihr Kind am besten. Versuchen Sie eine Zeit zu wählen, wo es satt, zufrieden und wach ist. Übermüdung und Hunger sind der Killer eines jeden Shootings. Das wird für alle Beteiligten einfach nur anstrengend und dies soll man ja schließlich nicht auf den Bildern sehen. Brechen Sie dann das Shooting ab und wählen Sie einen späteren Zeitpunkt oder anderen Tag aus. Es verlangt ja niemand, dass Sie alle Bilder in einem Rutsch machen.

Planen Sie das Shooting möglichst auch so, dass Sie keine weiteren Termine vor oder nach dem Shooting haben. Vor allem keine Arztbesuche. Nach einer Impfung ist das Kleine meistens relativ platt und weinerlich. An solchen Tagen werden Sie keine schönen Bilder machen können.

Tipp 3: Bildauswahl und Stil – was soll fotografiert werden?

Viele Eltern haben keine Vorstellung, was sie haben wollen. „Süße Babybilder und Papa soll auch mal mit drauf sein“. Auf diese Aussage gibt es eine einfache Lösung. Hier ist es hilfreich, bereits ausgedruckte Baby- und Familien Bilder zu haben. Das Internet ist voll davon. Suchen Sie ein paar Inspirationen. Machen Sie sich ggf. Notizen. Überlegen Sie: „Was gefällt mir an diesem Bild besonders? Was gefällt mir daran nicht?“ Überlegen Sie auch, ob Sie Ihr Baby nackt fotografieren möchten. Bedenken Sie aber auch, dass Ihr Kind einmal erwachsen wird und es ihm peinlich sein könnte. Bei Nacktfotos besteht auch immer die Gefahr, dass Ihr Kleines plötzlich Pipi macht.

Welcher Bildstil gefällt Ihnen? Die einen Eltern stehen eher auf klare, helle Bilder, die anderen auf weich gezeichnete, wieder andere finden s/w Bilder toll und noch andere den Bildstil von Anne Geddes schön. Anne Geddes arbeitet in ihren zum Beispiel mit Accessoires, wie Babystirnbänder oder Babykostümen. Auch Highkey und Lowkey sind im Zusammenhang mit Babybildern sehr gefragt.

Hier ein paar „Standard“- Bildideen:
» Baby mit Mama (im Arm, küssend,…)
» Baby mit Papa (auf den Schultern, als Flieger,…)
» Baby mit Geschwisterchen
» Baby mit beiden Eltern / der ganzen Familie
(probieren Sie den Selbstauslöser oder bitten Sie eine weitere Person oder kommen Sie zu uns ins Studio J)
» Baby alleine (im Liegen, Rücken- und Bauchlage, im Sitzen, im Stehen)
» Baby in eine weiche Decke gehüllt oder auf einem Fell
» Baby mit Accessoire (z.B. mit Kuscheltier/ Spielzeug oder Mütze,…)
» Baby in der Draufsicht
» Detailansichten des Babys z.B. Fuß oder Hand. Das geht besonders gut, wenn die Kleinen eingeschlafen sind. Auch in Kombination mit den Elternhänden / Füßen.
» Babys Kopf zwischen den Gesichtern oder Händen der Eltern
» Baby in einer Kiste / Korb / Schale (Diese bitte ausreichend polstern!)

Ausgefallene Bildideen:

» Selfie mit Ihrem Kind zusammen
» in lustigen Kostümen, oder angezogen wie der Lieblingssuperheld / Prinzessin
» bei seinem / ihrem Lieblingsspiel (Feuerwehrmann, Doctor,…)
» Etwas speziellem, was Ihre Familie ausmacht, einen Spleen
» Arbeiten mit Perspektiven, z.B. im Freien, das Kind im Vordergrund ist groß zu sehen, Mama steht weiterhinten, das Kind streckt die Hand aus und es wirkt so, als ob die „kleine“ Mama auf der Hand des Kindes steht…

Achten Sie beim Fotografieren auch darauf, die Bilder im Hoch- und Querformat zu erstellen. Falls Sie die Bilder zum Beispiel für Geschenke benutzen kann es sein, dass sie bestimmte Ausrichtungen benötigen. Stellen Sie sich einen Kalender  im Querformat vor, in dem nur hochkant aufgenommene Fotos erscheinen. Das wäre verschenkter Platz. Sie können auch ein bisschen „Futter“ um das eigentliche Motiv belassen, sodass Sie störende oder nicht benötigte Bildausschnitte später mit Ihrem Bildbearbeitungsprogramm entfernen können.

Tipp 4: Kleiderauswahl & Accessoires fürs Baby und die Eltern

Welche Kleidung und welche Accessoires sind für ein Babyshooting geeignet?
Eigentlich alles J

Ganz witzig finde ich es, wenn Eltern, oder ein Elternteil mit dem Kind im Partnerlook abgebildet werden. Ganz gut geeignet ist meist auch weiße Kleidung, das unterstützt irgendwie die Reinheit eines Babys und man kann entweder einen tollen lichtdurchfluteten Raum im Hintergrund für Highkey Aufnahmen wählen, oder einen tollen farbigen Hintergrund. Hier heben sich die Menschen optisch sehr gut von ab. Aber letzten Endes darf auch jeder das tragen, was er mag, d.h. Papa im Lieblings T-Shirt und Mama mit schicker Bluse. Auch Papas stolze, nackte Brust eignet sich gut für Fotos.

Achten Sie während des Shootings darauf, dass die Kleidung auch gewechselt wird, sonst haben Sie 400 Bilder und alle sehen irgendwie gleich aus. Bedenken Sie aber auch, dass mehr als 2-3 Klamotten-Wechsel meist nicht drin sind. Die Babys sind dann eingeschlafen oder quengelig.

Für die kleinen Mäuse gibt es so viele schöne, verschiedene Kleidung, angefangen von der Kort-Latzhose, über niedliche Designerhemden, bis hin zu komplett farblich abgestimmten Outfits. Häufig werden auch Sachen aus Wolle getragen, die sonst im Alltag eher nicht zum Einsatz kommen, z.B. die von Oma geschenkte „Ausgehgarnitur“. Alles ist möglich. Wichtig ist nur, dass das Baby während des Shootings weder zu warm, noch zu kalt angezogen ist.

Bei den Accessoires gibt es natürlich auch die komplette Bandbreite, je mehr Sie haben, umso variabler sind Sie im Shooting. Zum Beispiel: Kuscheltiere, ein Schafsfell, eine etwas zu große Wollmütze, Hüte, Stirnband oder Häubchen, diverse Decken, ggf. Blumen, Körbe, Kisten,  Truhen, Schaukelpferd, Babyarmkette mit Namen, sonst. Schmuck, Kostüme, Kuschelkissen, Engelsflügel, Hängematte oder Cocon, Tücher, Spielsachen und etwas, was Geräusche von sich gibt. Farbige Gegenstände sind sehr gut geeignet, weil man diese dann später in der Nachbearbeitung besonders hervorheben kann.

Tipp 5: Hintergründe

Bevor das Shooting richtig startet, überlegen Sie, ob und welche Hintergründe Sie einsetzen wollen. Ein Foto vor der weißen Raufaser-Tapete ist nicht wirklich schön. Sie können Ihr Kind im Bett mit Decken und Kuscheltieren fotografieren, aber auch (wenn Sie einen schönen haben) auf dem Fußboden auf einem Lammfell. Es eignen sich auch große Kissen. Achten Sie jedoch darauf, dass der Hintergrund (der Wohnung) relativ reduziert ist, d.h. wenig ablenkende Dinge, wie Deko etc. zu sehen ist. Bei gutem Wetter können Sie auch nach Draußen auf die Wiese gehen (aber Achtung, die Sonnencreme und Hut nicht vergessen. Babys Haut ist sehr empfindlich).

Wenn Sie es etwas professioneller haben möchten, gibt es schon für ca. 40 EUR Hintergründe in 1,35m Breite. Z.B. bei Calumet.
Falls Sie keine Stative und Klemmen haben, können Sie die Aufhängung auch mit einem Besenstil und 2 Stühlen improvisieren. Das Schöne ist, dass es diese Hintergrundrollen in verschiedenen Farben gibt. So können Sie entscheiden, ob Sie lieber einen neutralen weißen Hintergrund nutzen möchten, oder ein leuchtendes pink, ein kühles blau oder ein pastelliges grün. Die Hintergrundrollen sind robust und vielseitig einsetzbar. Allerdings sind sie auch 11m lang. D.h. sie können damit einige Shootings machen. Das „verbrauchte“ Papier können Sie nach dem Shooting noch prima zum Malen oder Basteln verwenden.
Die etwas kostengünstigeren Varianten sind Geschenkpapier oder Papiertischdecken aus dem Supermarkt.

Stellen Sie sicher, dass die Hintergrundaufhängung stabil genug ist und nicht bei der ersten Bewegung auf das Kind stürzt.

Schön sehen auch Holzhintergründe aus. Falls Sie nicht zufällig einen schicken Holzfußboden oder Holzwand haben, können Sie auch PVC-Belag aus dem Baumarkt nutzen. Hier gibt es wirklich schöne Maserungen zu kaufen.

Tipp 6: Decken und Kissen

Achten Sie bei Decken darauf, dass diese relativ neu sind, Flecken, Fussel oder Flusen müssen im Nachhinein aufwändig weg retuschiert werden und sehen einfach nicht so schön aus.
Wenn Sie Kissen (z.B.: Stillkissen) unter die Decken legen, können Sie bestimmte Formen bilden und so das Kind etwas erhaben oder in einer bestimmten Position fotografieren. Das Stillkissen gibt dem Baby Halt und es liegt nicht „einfach so“ auf dem Boden. Achten Sie aber darauf, dass es nicht herunter fallen kann, wenn es sich bewegt.
Im Baumarkt gibt es meist kostengünstige Polyester Decken, gruselig für das alltägliche Benutzen, aber für ein Shooting ganz gut geeignet und nicht so teuer. Auch Tücher, weiße Handtücher oder Molton Windeln eigenen sich hervorragend.

Noch schöner können auch Babydecken sein, sehr hübsche gibt es z.B. bei Dawanda.
Tipp 7 – Die richtige Beleuchtung

Die Lebendigkeit eines Bildes erreichen Sie, in dem Sie gezielt Lichtquellen einsetzen. Wichtig ist hier vor allem, dass Sie einen Lichtpunkt (Highlight) im Auge des Babys  setzen. So wirkt dieses wach und plastisch.

Der optimale Fall für gelungene Fotos ist eine von natürlichem Licht durchflutete Wohnung. Achten Sie dabei immer darauf, dass das Gesicht des Babys dem Fenster zugewandt ist. Bauen Sie daher Ihr „Setting“  an dieser Stelle auf. Stellen Sie sicher, dass Sie selbst jedoch keine Schatten auf das Bild werfen.
Da manche Wohnungen aber nicht so hell sind, das Wetter oder die Tageszeit nicht mitspielen etc., müssen Alternativen gefunden werden. Davon gibt es eine Menge, die auch in unterschiedlichen Preislagen zu finden sind.

Wer bereits ein bisschen Equipment zu Hause hat, kann ein oder mehrere Softboxen und  Blitzgeräte nutzen. Diese Lichtformer zerstreuen das Licht sehr gut und eignen sich zum Teil auch für den mobilen Einsatz. Wir benutzen bspw. die Calumet Hex 21 Speedbox. Hier klemmt man seinen Systemblitz einfach hinten dran und stellt ihn auf einem Stativ an die gewünschte Stelle. Es gibt auch preiswertere Softbox-Alternativen, man muss nicht diesen nutzen, aber er ist so schön handlich. Wenn Sie mehrere Lichtquellen besitzen, nutzen Sie diese auch als indirektes Licht, indem Sie zum Beispiel eine Wand anblitzen.

Von direktem Blitzen, also nur mit dem System- oder Kamerablitz, rate ich ab, da die Lichtfarbe die Haut unnatürlich aussehen lässt, der grelle Blitz unschöne Schatten macht und zu roten Augen führt.
Wer sich keine Softbox kaufen möchte, kann auch improvisieren mit einem Karton und einer weißen Mullwindel, Butterbrot Papier oder anderen halbtransparenten Materialien. Einfach ein Loch in den Karton schneiden, die Windel vor dem Loch festklemmen und die Konstruktion vor den Blitz positionieren. Es geht im Prinzip nur darum, das Licht zu streuen und weicher zu machen.

Haben Sie ein paar Lampenfassungen für LED-Birnen, können Sie auch diese benutzen. Nutzen Sie hier allerdings nicht zu „warme“ Farben (geeignet sind LED Lichter ab 4000K). Allerdings gibt es deutliche Unterschiede in der „gleichen“ Lichtfarbe zwischen den Herstellern. Hier heißt es ein bisschen ausprobieren, welches Ergebnis einen am besten zusagt.

(Tages-)Licht kann auch umgelenkt und reflektiert werden, zum Beispiel mit Reflektorschirmen, Sunbouncern oder Styroporplatten. Das Licht fällt dabei in einem bestimmten Winkel auf die Oberfläche und wird im selben Winkel zur anderen Seite weiter gegeben. Hiermit kann man schöne Akzente setzen. Als Hauptlichtquelle sind sie aber eher nicht geeignet.

Tipp zum Improvisieren mit kleinem Budget: Nutzt man bspw. die silberne oder goldene Seite einer Rettungsdecke (diese findet sich im Zweifel im abgelaufenen Erste-Hilfe Kasten im Auto) in einem gebastelten Rahmen, lässt sich das Licht auch prima umformen.

Achten Sie bei der Beleuchtung auch immer auf die Einstellung der Kamera. Hier können Sie meist beim Weißabgleich aus „Tageslicht“, „Bewölkt“, „Kunstlicht“, etc. oder der Farbtemperatur auswählen. Prüfen Sie zu Beginn des Shootings, welche Einstellung das beste optische Ergebnis liefert.

Überprüfen Sie Ihr(en) Licht(-aufbau) jedes Mal neu, wenn Sie das Setting ändern, d.h. das Baby anders positionieren, andere Farben und Objekte ins Bild bringen oder die Perspektive (z.B. von oben)ändern. Schauen Sie sich immer die Bildvorschau in Ihrer Kamera an. Wenn Ihnen Bereiche zu dunkel oder hell erscheinen, ändern Sie den Aufbau Ihres Lichtes erneut. Es wäre ärgerlich, wenn Sie die falsche oder fehlende Belichtung erst später am Rechner feststellen.

Tipp 8: Eine Wohlfühl-Atmosphäre schaffen

Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre. Das Licht sollte nicht zu grell sein, der Raum sollte nicht zu warm oder zu kalt sein. Entspannte Hintergrundmusik macht das ganze Shooting geschmeidiger.

Stellen Sie Getränke wie Wasser, Tee oder Saft für sich und Ihr Kind bereit. Ein Shooting ist anstrengend, da ist eine Erfrischung sehr willkommen.

Das Eingewöhnen ans „Studio“: Bevor es losgeht, bitte ich ein Elternteil mit dem Kleinen auf dem Arm an den Blitzen/ Softboxen vorbei zu gehen. Wenn die Kleinen mögen und wollen, dürfen sie eine Softbox auch berühren. Ich glaube nicht, dass sie wissen, was das soll, aber ich bilde mir ein, dass man ihnen damit zeigt, hey, das ist nichts Schlimmes, zwar etwas Ungewohntes, aber du brauchst keine Angst haben. Entspann dich. Ich denke, dasselbe gilt auch für die meisten Eltern 😉 Geben Sie Ihrem Kind Zeit, sich an Ihr gebautes „Studio“ zu gewöhnen.

Auch für Draußen gilt: Achten Sie auf die richtige Temperatur und die Kleidung Ihres Kindes. Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht, in das das Kind gucken könnte.

Vermeiden Sie Stress und fotografieren Sie nicht unter Zeitdruck. Da die kleine Dame oder der kleine Herr noch nicht wissen, was wir da eigentlich von Ihnen wollen kann es sein, dass der erste Versuch vom Fotografieren schneller vorbei ist, als man sich das vorgestellt hat. Haben Sie Geduld. Das ist ja das Schöne, wenn Sie ihr Baby zu Hause fotografieren; Sie können sich alle Zeit der Welt nehmen. Schreikrämpfe ziehen an den Nerven von allen und bringen nichts. Achten Sie darauf, ob Ihr Kind Hunger hat, übermüdet ist oder zum Beispiel die Windel voll ist. Entspannen Sie die Situation.

Wenn alles gut läuft, bestärken und loben Sie ihr Kind während des Shootings.

Tipp 9: Kamera-Einstellungen

Zuerst sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie die Fotos im RAW oder Standard JPG Format aufnehmen möchten. Falls Sie sich gut mit einem Raw-Bildkonverter wie bspw. Lightroom oder Capture One, etc. auskennen und schon häufig damit gearbeitet haben, können Sie die Fotos im RAW Format erstellen und später nach Ihren Wünschen „entwickeln“. Falls dies für Sie Neuland ist, empfehle ich Ihnen die Standardeinstellung beizubehalten. Das spart extrem viel Speicherplatz, Sie sehen sofort das Endergebnis und Bildänderungen lassen sich auch gut in Photoshop oder einem anderen Grafikprogramm umsetzen. (Siehe hierzu den Bonustipp).

Arbeiten Sie nicht im Automatik-Modus Ihrer Kamera. Nutzen Sie die anderen Programmfunktionen oder fotografieren Sie mit der manuellen Funktion. Hier haben Sie die höchsten Freiheitsgrade bezüglich des Bildstils bzw. der Darstellung.

Welchen „Bildstil“ man besonders mag,  entscheidet natürlich der persönliche Gusto. An diesen 4 Faktoren können Sie schrauben, bis Ihnen das Bild gefällt.

ISO:
Je nachdem, wie viel Licht Sie zur Verfügung haben, stellen Sie die ISO-Zahl ein.

ISO 100: wenn der Raum super Lichtdurchflutet ist oder Sie bei Sonnenschein in der Natur sind;

ISO 200 – 400: in Räumen mit normalen Licht und Ihren Aufhellern;

mehr als ISO 800 sollten Sie jedoch nicht verwenden, da die Bilder dann zu verpixelt und krisselig werden können.

Blende
Große Blenden: z.B. f/2,8 – 5,6 – Diese Blenden stellen nur einen Teilbereich des Bildausschnitts scharf da. Sie eignen sich vor allem, wenn man bestimmte Teile des Bildes betonen möchte, der Hintergrund verschwimmt und wird unscharf. Kurze Belichtungszeiten sind möglich.

Mittelgroße Blenden: f/8 – f/11 – diese erhöhen die Schärfentiefe des Motives, sodass das Bild von vorne bis hinten (fast überall) scharf dargestellt wird. Viele Details können somit wieder gegeben werden. Die Belichtungszeit ist jedoch deutlich länger, als bei großen Blenden. Bei zappeligen Kindern kann es daher schnell zu verschwommenen Händen und Füßen kommen.

Kleine Blenden: > f/11 – diese stellen sehr viel im Bild scharf dar, sind aber aufgrund ihrer langen Belichtungszeit nicht zu empfehlen.

Wenn Sie dennoch viel im Bild scharf darstellen möchten, gehen mit der Kamera ein Stück zurück. So vergrößern Sie den Schärfentiefenbereich. Unnötige Bildausschnitte können Sie anschließend mit Ihrem Bildbearbeitungstool entfernen.

Belichtungszeit:
Wie oben bereits erwähnt, zappeln Kinder furchtbar gerne mit Armen und Beinen oder schmeißen den Kopf von der einen zur anderen Seite. Hier heißt es schnell sein für ein schönes Foto. Das gilt natürlich auch für die Belichtungszeit. Ich nutze meistens 1/125 Sek. Das hängt natürlich stark von der Raum-Lichtsituation und den anderen eingestellten Parametern ab. Das Abwägen der richtigen Belichtungszeit kann etwas schwierig sein. Wenn Sie nicht ganz sicher sind, dann machen Sie das Bild lieber etwas zu dunkel. Details kann man mit dem Bildbearbeitungstool meist noch raus holen. Haben Sie das Bild jedoch zu hell aufgenommen, sind die weißen Flächen „ausgefressen“ und enthalten keine Bilddetails mehr.

Brennweite:
Auch die Auswahl des Objektivs mit seiner entsprechenden Brennweite hat Auswirkung auf den Bildwinkel und damit auf die Bildwirkung. Beginnen können Sie mit einem Standard-(Zoom)-Objektiv, mit einer Brennweite z.B. 18 – 200mm. Falls Sie weitere Objektive haben, probieren Sie aus, welches Objektiv Ihnen besser liegt. Das kommt auch ein bisschen auf den vorhandenen Platz, den Sie zur Verfügung haben, an. Ich nutze ganz gerne das 24 – 70 mm Objektiv von Canon.

Tipp 10: Sportlichkeit

Ein Shooting ist anstrengend. Nicht nur für das Baby, sondern auch für Sie. Sie werden Ihr Kind etliche Male wieder in die „richtige“ Position rücken müssen, da es sich unentwegt bewegen wird.

Sie müssen das Kind hochnehmen und trösten, die Kamera halten, ggf. das Stativ verändern, etwas länger in einer Position verharren, bis das Kind zu Ihnen guckt. Zwischendurch die Augen vom vielen Augen-zu-Kneifen entspannen. Haben Sie Geduld mit sich und gönnen Sie sich auch immer mal ein kleines Päuschen – Trinken nicht vergessen! Falls Sie Ihren Partner mit Kind fotografieren und er es hoch hält, geben Sie auch ihm nach einer Weile eine kleine Pause. Ein Kind auf Dauer zu tragen, ist anstrengend! J

Achten Sie auf eine richtige Körperhaltung, sodass Sie nicht verkrampfen. Heben Sie nicht aus dem Rücken heraus, sondern gehen Sie immer schön in die Knie.

Nutzen Sie unterschiedliche Positionen zum Fotografieren. Steigen Sie auf eine Leiter (o.Ä.), um das Kind direkt von oben zu fotografieren, legen Sie sich auf den Bauch, um es direkt von Vorne abzulichten. Variieren Sie ein bisschen die Aufnahmewinkel.

Mit etwas Glück haben Sie am nächsten Tag etwas Muskelkater.

Tipp 11: Es quietscht und gibt Töne von sich

Vor allem die ganz kleinen Babys können ihren Blick noch nicht fokussieren. Da das Baby aber auch auf einigen Bildern in die Kamera gucken soll, muss man einige Tricks anwenden. Manche Babys reagieren auf die Stimmen der Eltern, andere auf bekannte Quietsch-Geräusche eines Spielzeuges. Seien Sie dann sehr schnell mit dem Foto. Meistens haben Sie die Aufmerksamkeit des Kindes nur für einen Bruchteil einer Sekunde, dann ist es schon wieder abgelenkt und guckt ins Nirgendwo.

Falls möglich, bitten Sie einen Assistenten oder den anderen Elternteil, direkt neben ihrer Linse zu stehen und Geräusche zu machen, bzw. mit dem Quietschtier oder der Rassel. Ansonsten arbeiten Sie mit einem Stativ, dann haben Sie noch eine Hand frei (sind aber in Ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.) Achten Sie auch darauf, dass der Erwachsene, der vor der Kamera steht, ebenfalls in die Kamera guckt und nicht zu Ihnen oder dem Baby (es sei denn, das ist gewünscht). Meist gibt es dann Bilder, auf denen das Kind traumhaft in die Kamera lächelt, der Erwachsene aber gerade etwas sagt oder eben nicht in die Kamera guckt. Reden und animieren Sie das Baby und auch den Erwachsenen. Fordern Sie zum Lächeln auf. Haben Sie dabei eine sanfte, angenehme Stimme. Wenn das Baby lachen soll, hilft es manchmal, einfach auch laut mit zu lachen. Ja, das ist am Anfang etwas befremdlich, aber das sieht ja hinterher auf dem Bild niemand!

Überfordern Sie Ihr Kind nicht!
Irgendwann geht das Gequietsche nicht nur dem Fotografen auf den Geist, sondern vor allem auch dem Kind 😉 Gönnen Sie dann dem Kind eine Pause.

Tipp 12: Pausen

Meistens sind die Kinder während des Shootings entspannt und Sie können gut arbeiten. Legen Sie dennoch ab und an Pausen ein. Hauptsächlich werden die Kinder quengelig, wenn sie Hunger haben, oder die Windel voll ist. Das kann man relativ schnell beheben. Auch kann sich eine Überfordern durch zu viele Sprache wie „Gutschi, Gutschi, … nochmal … oder zu lange anhaltendes Gequietsche mit Quietschtieren negativ auf den Gemütszustand des Kindes auswirken. Da Sie Ihr Kind kennen, reagieren Sie möglichst früh, bevor es sich in das Geschrei hinein steigert. Dann ist das Shooting erst einmal vorbei.
Jedes Kind mag andere Trage-, Sitz- und Liegepositionen. Manchmal mögen es zum Beispiel Kinder nicht, wenn beide Eltern gleichzeitig sehr nah bei ihnen sind und sie quasi ein bisschen einklemmen. Erzwingen Sie nichts.

Wenn man eine bestimmte „Pose“ unbedingt möchte, endet das sehr häufig in bitteren Tränen. Lösen Sie diese Situation auf, es gibt noch 100 andere schöne Motive. Meistens mögen die Kleinen es auch nicht, wenn sie zu sehr eingeengt werden. Geben Sie ihm Platz.
Wenn das Kind während des Shootings einschlafen soll, sorgen Sie für Ruhe und Entspanntheit unter allen Beteiligten, reden Sie leise und laufen Sie langsam.

Tipp 13: Neugeborenen Akne, Schönheitsfehler & Co.

Stellen Sie sich darauf ein, dass die meisten Babys nach der Geburt nicht aussehen werden wie Modelbabys in Hochglanzmagazinen. Babys sehen direkt nach der Geburt zum Teil etwas moppelig oder aufgedunsen aus, andere wirken zerbrechlich oder schrumpelig. Dies legt sich aber innerhalb kurzer Zeit, sodass Ihr Schatz auf solchen Fotos anders aussehen wird, als bei späteren Shootings. Das ist völlig normal. Überlegen Sie sich, wann Sie Ihr Kind fotografieren möchten und seien Sie dabei sehr spontan. Babys Haut macht nach der Geburt einiges durch: nach ein paar Tagen kommt die Neugeborenen Akne, dann „platzt“ die Haut auf und pellt sich, das Baby kratzt sich über Nacht im Gesicht und dieser Kratzer zieht sich über die komplette Wange, das Kind bekommt Milchschorf, Pickelchen usw.

Suchen Sie sich für das Shooting also Tage aus, an denen diese Symptome nicht oder wenig vorhanden sind. Am nächsten Tag kann die Situation schon wieder ganz anders aussehen. Bedenken Sie aber auch, dass kleinere Unebenheiten in der Bildnachbearbeitung bereinigt werden können. Oder Sie lassen Ihr Bild einfach so, wie es die Natur hervor gebracht hat!

Dies gilt auch für Schönheitsfehler oder OP-Narben. Nicht jedes Kind kommt gesund zur Welt. Überlegen Sie sich, ob Sie diese Dinge in der Bildbearbeitung korrigieren möchten oder nicht. Dies ist eine sehr persönliche Entscheidung.

Bonustipp 1: Bildnachbearbeitung

Da dies ein kleiner Guide ist, verzichte ich an dieser Stelle auf ausführliche Einführungen in diverse Bildbearbeitungsprogramme. Hierzu gibt es genügend Literatur oder Youtube Tutorials. Ich möchte kurz beschreiben, was ich standardmäßig mit den Bildern nach einem Shooting anstelle und ein paar kleine Schliffe erklären.

Wenn möglich, nutzen Sie eine gesonderte Festplatte für Ihre Bilder, legen Sie Ordner mit Jahreszahlen an und fügen Sie hier einen Ordner mit einer aussagekräftigen Benennung ein. Dies verhindert, dass Sie die Bilder im Chaos der anderen Dateien nicht mehr wieder finden. Da Sie wahrscheinlich häufiger Shootings machen werden, haben Sie die Bilder dann auch gleich gut sortiert.

Außerdem liegen die Bilder dann physisch bei Ihnen und nicht in irgendwelchen (unsicheren) Cloud-Portalen. Babybilder sind Privatsache.

Falls Ihre Kamera, bzw. Ihr Bildbetrachter dies nicht automatisch macht, drehen Sie alle Bilder, sodass Sie sie richtig betrachten können. Für einige Bildbearbeitungsprogramme gibt es auch Plugins, die das Drehen automatisieren. Das spart Zeit.

Schauen Sie alle Bilder einmal durch und löschen Sie rigoros alle unscharfen, Augen zu, verwackelten, etc. Bilder. Diese brauchen Sie nicht und sie verschwenden nur sinnlos Speicherplatz.

Markieren Sie sich aus jeder „Szene“ die 2-3 schönsten Bilder, diese haben das Ticket für die weitere Bearbeitung gezogen. Erstellen Sie einen Ordner, in den alle Bilder kommen, die Sie bearbeiten möchten. Kopieren Sie die markierten Bilder und fügen Sie diese in den Ordner ein, sodass Sie Bilder jetzt 2-mal haben.

Los geht’s!

Nehmen Sie sich das erste Bild vor und überlegen Sie, ob es noch besser aussieht, wenn Sie nur einen Ausschnitt des Bildes wählen. Manchmal kann es sich lohnen aus einem Querformat ein Hochformat zu machen. Schneiden Sie es zurecht, achten Sie aber auf die entsprechenden Formate (z.B. 2:3), wenn Sie es später ausdrucken lassen möchten, sonst kann es vorkommen, dass die Bilder mit weißem Rand, verzerrt oder vergrößert ausgedruckt werden.

Sehen Sie sich an, ob Sie mit einer Tonwertkorrektur  Tiefen und Höhen optimieren können, nutzen Sie auch, falls vorhanden, Gradiationskurven. Falls Ihr Bildbearbeitungsprogramm Auto-Korrekturen hat, nutzen Sie diese und schauen Sie, ob Ihnen das Ergebnis gefällt. Ansonsten machen Sie weitere Einstellung zur Helligkeit und dem Kontrast. Achten Sie dabei darauf, den Effekt nicht zu stark anzuwenden, da die Bilder dann leicht unnatürlich aussehen können. Passen Sie ggf. noch die Tonwerte an.

Haben Sie doch Fusseln, Haare oder Pickel ins Bild geschlichen? Retuschieren Sie diese mit dem Kopierstempel oder Bereichsreparatur-Pinsel. Manchmal ist es auch sinnvoll Elemente von einem anderen Bild in das aktuelle einzufügen. (z.B. ein Familienbild: alle gucken in die Kamera, Lächeln, die perfekte Situation, nur Mama hat die Augen zu, auf einem 2., sehr ähnlichem, aber nicht ganz perfekten Bild hat sie die Augen offen à nehmen Sie die 2. Augen und fügen Sie sie ins erste Bild ein.)

Fügen Sie, wenn Sie wollen, eine Vignettierung (Helligkeitsabfall von der Bildmitte zum Rand, die Ecken wirken dann dunkler) dem Bild hinzu um einen noch stärkeren Fokus zu setzen.

Schärfen Sie das Bild komplett oder selektiv nach. Vor allem bei Augen, Lippen und metallischen Elementen (Ohrstecker, Kette, Gürtelschnelle, Reißverschluss…) kommt dieser Effekt sehr gut.

Nutzen Sie den schwarz / weiß Effekt. Hier können Sie den Kontrast des Bildes etwas erhöhen.

Speichern Sie die Bildbearbeitungsdatei ab. Speichern Sie das Bild erneut mit „Für Web speichern unter…“ ab, falls Sie das Bild z.B. versenden möchten. Hierzu können Sie es z.B. auch auf 1.200 x 800 Pixel reduzieren. Zum Betrachten reicht dies meist vollkommen aus. Speichern Sie das Bild in voller Größe, falls Sie es drucken lassen möchten.

Setzen Sie besondere Highlights in Ihre Bilder mit Bildbearbeitungsapps. Diese fügen Ihren Bildern im Handumdrehen zum Beispiel einen „Retro-Look“ hinzu, ohne, dass Sie viel bearbeiten müssen.

Veröffentlichungen: Bitte überlegen Sie sich genau, wo und was für Bilder Sie hochladen und veröffentlichen. Sind die Bilder einmal im Internet, ist es fast unmöglich diese wieder zu löschen. Auch die AGB einiger Plattformen machen sich die Bilder zu eigen, wenn diese erst einmal hochgeladen wurden und hätten damit das Recht, sie zum Beispiel für Werbemittel etc. zu benutzen.

Bonustipp 2: Bildgeschenke

Nutzen Sie Ihre Bilder, um Sie zu verschenken und anderen Menschen eine Freude zu machen. Lassen Sie sie ausdrucken. In der heutigen digitalen Welt gehen Bilder so schnell „verloren“ oder geraten in Vergessenheit. Gestalten Sie z.B. eine weihnachtliche Postkarte mit Ihrem Engel und verschicken Sie diese z.B. an Nikolaus. Aus eigener Erfahrung erhalten Sie so viel positives Feedback darauf… „Sie hängt jetzt an unserem Kühlschrank…“.

Gestalten Sie ein Fotobuch für Ihr Baby, das Sie ihm irgendwann schenken.

Verschenken Sie Bilderrahmen zum Hinstellen oder Hinhängen.

Jahreskalender, Schlüsselanhänger, Memory-Spiel, etc. Haben Sie Spaß an Ihren Werken und schießen Sie bald wieder Fotos. Die Kleinen wachsen ja so schnell :)!

 
 
 

 

Hier kommt eine Anleitung, wie Sie Ihr Baby selber fotografieren und schön in Szene setzen können

Unsere Praxistipps

Sie haben es geschafft, das lange Warten auf Ihr Baby ist beendet und der neue Erdenbürger ist endlich in Ihren Armen angekommen. Nun ist der Zeitpunkt da, nicht nur Handyschnappschüsse von Ihrem Liebling zu machen, sondern den Sonnenschein selbst „richtig“ zu fotografieren. Es müssen schließlich „Danke“- Karten, Kalender und sonstige Niedlichkeiten produziert und die Großeltern und Freunde reichlich mit neuen Bildern versorgt werden. Auf Basis der vielen Babyshootings haben wir wertvolle Erfahrung sammeln können, wie man am besten Babys und Kleinkinder fotografieren kann.  Daraus haben wir 13 Tipps entwickelt, wie Sie Ihren kleinen Engel noch besser ins rechte Licht rücken und qualitativ ansprechende Ergebnisse erzielen. Das Fotografieren und Arbeiten mit Kindern ist anstrengend, macht aber auch eine Menge Spaß. Wir wünschen Ihnen nun viel Freude und Spaß beim Lesen und ausprobieren. Hier kommen unsere 13 Tipps und Anregungen für ein erfolgreiches Baby Shooting:

Inhalte:

  • Tipp 1: Das Alter des Babys
  • Tipp 2: Rhythmus des Babys bei der Planung beachten
  • Tipp 3: Bildauswahl und Stil – was soll fotografiert werden?
  • Tipp 4: Kleiderauswahl & Accessoires fürs Baby und die Eltern
  • Tipp 5: Hintergründe
  • Tipp 6: Decken und Kissen
  • Tipp 7: Die richtige Beleuchtung
  • Tipp 8: Eine Wohlfühl-Atmosphäre schaffen
  • Tipp 9: Kamera-Einstellungen
  • Tipp 10: Sportlichkeit
  • Tipp 11: Es quietscht und gibt Töne von sich
  • Tipp 12: Pausen
  •  Tipp 13: Neugeborenen Akne, Schönheitsfehler & Co.
  • Bonustipp 1: Bildnachbearbeitung
  • Bonustipp 2: Bildgeschenke

Tipp 1: Das Alter des Babys

Grundlegend ist zu sagen, dass ein Baby, egal in welchem Alter es ist, fotografiert werden kann und sollte. Allerdings hat jedes Alter verschiedene Herausforderungen.

0 – 3 Monate: In diesem Alter lassen die Kleinen zwar alles mit sich machen, dafür schlafen oder schreien sie viel und reagieren kaum auf Rufe oder Töne. Vor allem zu Beginn dieses Zeitraums haben sie kaum Kraft sich aufzustützen oder gar alleine zu sitzen etc. Unterbrochen wird das Shooting auch durch häufiges Füttern, Windeln wechseln und Tränen abwischen oder beruhigen. Das Positive ist, dass man das Baby in eine bestimmte Stellung legen und das Foto machen kann. Es lässt sich nicht so schnell ablenken. Wenn das Baby schläft können Sie sehr schöne Detailaufnahmen der Hände und Füße machen. Fotomotive können weiterhin sein: auf Mamas oder Papas Armen, eingekuschelt mit der Lieblingsdecke und dem Schnuffeltier. Gegen Ende dieses Zeitraums können Sie Ihr Baby zum Lachen bringen, sodass Sie süße Lächelbilder erhalten (auch wenn das Kind dabei nicht immer in die Kamera gucken wird.) Außerdem reagiert es auf Licht, haben Sie eine Lichterkette oder anderes Lichtobjekt? Diese bewirkt wahre Wunder. Hiermit können Sie versuchen, die Blickrichtung zu steuern, indem sie es ganz nah an die Linse Ihrer Kamera halten. Das Baby schaut dann (hoffentlich) dort hin.

3 – 6 Monate: Die Babys nehmen nun aktiv ihre Umgebung wahr. Wenn Ihr Kind gut drauf ist, können Sie viele Lächelbilder erzeugen, aber auch andere Emotionen können Sie (zumindest für das eigene Fotoalbum) aufnehmen. Das Köpfchen kann nun eigenständig gehalten werden. Legen Sie Ihr Kind auf den Bauch, legen Sie sich davor und machen Sie das Bild auf Augenhöhe. Die Kleinen beginnen auf erste Geräusche zu achten und erfreuen sich am Blitzlicht. Achten Sie darauf, viele Pausen einzulegen. Fuß- und Handbilder sind Glücksache, da sich ständig bewegt werden muss. Zappeln ist an der Tagesordnung. J

 6 Monate – 1 Jahr: Die Kleinen beginnen nun mit den ersten „Kunststücken“. Krabbeln, spielen, lustige Geräusche machen. Kinder in diesem Alter zu fotografieren ist etwas einfacher als davor, da sie bereits eine kleine Aufmerksamkeitsspanne haben und auch, wenn sie wollen, tun, was wir von ihnen wollen. Auch die Unterbrechungen werden etwas weniger. Allerdings werden Sie auch keine Fotos mehr machen können, wenn die Lust des Kindes schwindet.

ab 1 Jahr: Jetzt kann man schon fast richtig mit den Kindern „arbeiten“. Allerdings kann es vorkommen, dass die Kleinen plötzlich keine Lust mehr haben und bockig werden. Auch andere Dinge können viel interessanter sein, als der verträumte Blick in die Kamera. Keine Sorge, das ist normal. Fotografieren Sie bei Bedarf in Etappen. Manchmal können auch kleine Bestechungen wahre Wunder bewirken.

Tipp 2: Rhythmus des Babys bei der Planung beachten

Jede Familie und jedes Baby hat einen anderen Tagesrhythmus. Sie kennen Ihr Kind am besten. Versuchen Sie eine Zeit zu wählen, wo es satt, zufrieden und wach ist. Übermüdung und Hunger sind der Killer eines jeden Shootings. Das wird für alle Beteiligten einfach nur anstrengend und dies soll man ja schließlich nicht auf den Bildern sehen. Brechen Sie dann das Shooting ab und wählen Sie einen späteren Zeitpunkt oder anderen Tag aus. Es verlangt ja niemand, dass Sie alle Bilder in einem Rutsch machen.

Planen Sie das Shooting möglichst auch so, dass Sie keine weiteren Termine vor oder nach dem Shooting haben. Vor allem keine Arztbesuche. Nach einer Impfung ist das Kleine meistens relativ platt und weinerlich. An solchen Tagen werden Sie keine schönen Bilder machen können.

Tipp 3: Bildauswahl und Stil – was soll fotografiert werden?

Viele Eltern haben keine Vorstellung, was sie haben wollen. „Süße Babybilder und Papa soll auch mal mit drauf sein“. Auf diese Aussage gibt es eine einfache Lösung. Hier ist es hilfreich, bereits ausgedruckte Baby- und Familien Bilder zu haben. Das Internet ist voll davon. Suchen Sie ein paar Inspirationen. Machen Sie sich ggf. Notizen. Überlegen Sie: „Was gefällt mir an diesem Bild besonders? Was gefällt mir daran nicht?“ Überlegen Sie auch, ob Sie Ihr Baby nackt fotografieren möchten. Bedenken Sie aber auch, dass Ihr Kind einmal erwachsen wird und es ihm peinlich sein könnte. Bei Nacktfotos besteht auch immer die Gefahr, dass Ihr Kleines plötzlich Pipi macht.

Welcher Bildstil gefällt Ihnen? Die einen Eltern stehen eher auf klare, helle Bilder, die anderen auf weich gezeichnete, wieder andere finden s/w Bilder toll und noch andere den Bildstil von Anne Geddes schön. Anne Geddes arbeitet in ihren zum Beispiel mit Accessoires, wie Babystirnbänder oder Babykostümen. Auch Highkey und Lowkey sind im Zusammenhang mit Babybildern sehr gefragt.

Hier ein paar „Standard“- Bildideen:
» Baby mit Mama (im Arm, küssend,…)
» Baby mit Papa (auf den Schultern, als Flieger,…)
» Baby mit Geschwisterchen
» Baby mit beiden Eltern / der ganzen Familie
(probieren Sie den Selbstauslöser oder bitten Sie eine weitere Person oder kommen Sie zu uns ins Studio J)
» Baby alleine (im Liegen, Rücken- und Bauchlage, im Sitzen, im Stehen)
» Baby in eine weiche Decke gehüllt oder auf einem Fell
» Baby mit Accessoire (z.B. mit Kuscheltier/ Spielzeug oder Mütze,…)
» Baby in der Draufsicht
» Detailansichten des Babys z.B. Fuß oder Hand. Das geht besonders gut, wenn die Kleinen eingeschlafen sind. Auch in Kombination mit den Elternhänden / Füßen.
» Babys Kopf zwischen den Gesichtern oder Händen der Eltern
» Baby in einer Kiste / Korb / Schale (Diese bitte ausreichend polstern!)

Ausgefallene Bildideen:

» Selfie mit Ihrem Kind zusammen
» in lustigen Kostümen, oder angezogen wie der Lieblingssuperheld / Prinzessin
» bei seinem / ihrem Lieblingsspiel (Feuerwehrmann, Doctor,…)
» Etwas speziellem, was Ihre Familie ausmacht, einen Spleen
» Arbeiten mit Perspektiven, z.B. im Freien, das Kind im Vordergrund ist groß zu sehen, Mama steht weiterhinten, das Kind streckt die Hand aus und es wirkt so, als ob die „kleine“ Mama auf der Hand des Kindes steht…

Achten Sie beim Fotografieren auch darauf, die Bilder im Hoch- und Querformat zu erstellen. Falls Sie die Bilder zum Beispiel für Geschenke benutzen kann es sein, dass sie bestimmte Ausrichtungen benötigen. Stellen Sie sich einen Kalender  im Querformat vor, in dem nur hochkant aufgenommene Fotos erscheinen. Das wäre verschenkter Platz. Sie können auch ein bisschen „Futter“ um das eigentliche Motiv belassen, sodass Sie störende oder nicht benötigte Bildausschnitte später mit Ihrem Bildbearbeitungsprogramm entfernen können.

Tipp 4: Kleiderauswahl & Accessoires fürs Baby und die Eltern

Welche Kleidung und welche Accessoires sind für ein Babyshooting geeignet?
Eigentlich alles J

Ganz witzig finde ich es, wenn Eltern, oder ein Elternteil mit dem Kind im Partnerlook abgebildet werden. Ganz gut geeignet ist meist auch weiße Kleidung, das unterstützt irgendwie die Reinheit eines Babys und man kann entweder einen tollen lichtdurchfluteten Raum im Hintergrund für Highkey Aufnahmen wählen, oder einen tollen farbigen Hintergrund. Hier heben sich die Menschen optisch sehr gut von ab. Aber letzten Endes darf auch jeder das tragen, was er mag, d.h. Papa im Lieblings T-Shirt und Mama mit schicker Bluse. Auch Papas stolze, nackte Brust eignet sich gut für Fotos.

Achten Sie während des Shootings darauf, dass die Kleidung auch gewechselt wird, sonst haben Sie 400 Bilder und alle sehen irgendwie gleich aus. Bedenken Sie aber auch, dass mehr als 2-3 Klamotten-Wechsel meist nicht drin sind. Die Babys sind dann eingeschlafen oder quengelig.

Für die kleinen Mäuse gibt es so viele schöne, verschiedene Kleidung, angefangen von der Kort-Latzhose, über niedliche Designerhemden, bis hin zu komplett farblich abgestimmten Outfits. Häufig werden auch Sachen aus Wolle getragen, die sonst im Alltag eher nicht zum Einsatz kommen, z.B. die von Oma geschenkte „Ausgehgarnitur“. Alles ist möglich. Wichtig ist nur, dass das Baby während des Shootings weder zu warm, noch zu kalt angezogen ist.

Bei den Accessoires gibt es natürlich auch die komplette Bandbreite, je mehr Sie haben, umso variabler sind Sie im Shooting. Zum Beispiel: Kuscheltiere, ein Schafsfell, eine etwas zu große Wollmütze, Hüte, Stirnband oder Häubchen, diverse Decken, ggf. Blumen, Körbe, Kisten,  Truhen, Schaukelpferd, Babyarmkette mit Namen, sonst. Schmuck, Kostüme, Kuschelkissen, Engelsflügel, Hängematte oder Cocon, Tücher, Spielsachen und etwas, was Geräusche von sich gibt. Farbige Gegenstände sind sehr gut geeignet, weil man diese dann später in der Nachbearbeitung besonders hervorheben kann.

Tipp 5: Hintergründe

Bevor das Shooting richtig startet, überlegen Sie, ob und welche Hintergründe Sie einsetzen wollen. Ein Foto vor der weißen Raufaser-Tapete ist nicht wirklich schön. Sie können Ihr Kind im Bett mit Decken und Kuscheltieren fotografieren, aber auch (wenn Sie einen schönen haben) auf dem Fußboden auf einem Lammfell. Es eignen sich auch große Kissen. Achten Sie jedoch darauf, dass der Hintergrund (der Wohnung) relativ reduziert ist, d.h. wenig ablenkende Dinge, wie Deko etc. zu sehen ist. Bei gutem Wetter können Sie auch nach Draußen auf die Wiese gehen (aber Achtung, die Sonnencreme und Hut nicht vergessen. Babys Haut ist sehr empfindlich).

Wenn Sie es etwas professioneller haben möchten, gibt es schon für ca. 40 EUR Hintergründe in 1,35m Breite. Z.B. bei Calumet.
Falls Sie keine Stative und Klemmen haben, können Sie die Aufhängung auch mit einem Besenstil und 2 Stühlen improvisieren. Das Schöne ist, dass es diese Hintergrundrollen in verschiedenen Farben gibt. So können Sie entscheiden, ob Sie lieber einen neutralen weißen Hintergrund nutzen möchten, oder ein leuchtendes pink, ein kühles blau oder ein pastelliges grün. Die Hintergrundrollen sind robust und vielseitig einsetzbar. Allerdings sind sie auch 11m lang. D.h. sie können damit einige Shootings machen. Das „verbrauchte“ Papier können Sie nach dem Shooting noch prima zum Malen oder Basteln verwenden.
Die etwas kostengünstigeren Varianten sind Geschenkpapier oder Papiertischdecken aus dem Supermarkt.

Stellen Sie sicher, dass die Hintergrundaufhängung stabil genug ist und nicht bei der ersten Bewegung auf das Kind stürzt.

Schön sehen auch Holzhintergründe aus. Falls Sie nicht zufällig einen schicken Holzfußboden oder Holzwand haben, können Sie auch PVC-Belag aus dem Baumarkt nutzen. Hier gibt es wirklich schöne Maserungen zu kaufen.

Tipp 6: Decken und Kissen

Achten Sie bei Decken darauf, dass diese relativ neu sind, Flecken, Fussel oder Flusen müssen im Nachhinein aufwändig weg retuschiert werden und sehen einfach nicht so schön aus.
Wenn Sie Kissen (z.B.: Stillkissen) unter die Decken legen, können Sie bestimmte Formen bilden und so das Kind etwas erhaben oder in einer bestimmten Position fotografieren. Das Stillkissen gibt dem Baby Halt und es liegt nicht „einfach so“ auf dem Boden. Achten Sie aber darauf, dass es nicht herunter fallen kann, wenn es sich bewegt.
Im Baumarkt gibt es meist kostengünstige Polyester Decken, gruselig für das alltägliche Benutzen, aber für ein Shooting ganz gut geeignet und nicht so teuer. Auch Tücher, weiße Handtücher oder Molton Windeln eigenen sich hervorragend.

Noch schöner können auch Babydecken sein, sehr hübsche gibt es z.B. bei Dawanda.
Tipp 7 – Die richtige Beleuchtung

Die Lebendigkeit eines Bildes erreichen Sie, in dem Sie gezielt Lichtquellen einsetzen. Wichtig ist hier vor allem, dass Sie einen Lichtpunkt (Highlight) im Auge des Babys  setzen. So wirkt dieses wach und plastisch.

Der optimale Fall für gelungene Fotos ist eine von natürlichem Licht durchflutete Wohnung. Achten Sie dabei immer darauf, dass das Gesicht des Babys dem Fenster zugewandt ist. Bauen Sie daher Ihr „Setting“  an dieser Stelle auf. Stellen Sie sicher, dass Sie selbst jedoch keine Schatten auf das Bild werfen.
Da manche Wohnungen aber nicht so hell sind, das Wetter oder die Tageszeit nicht mitspielen etc., müssen Alternativen gefunden werden. Davon gibt es eine Menge, die auch in unterschiedlichen Preislagen zu finden sind.

Wer bereits ein bisschen Equipment zu Hause hat, kann ein oder mehrere Softboxen und  Blitzgeräte nutzen. Diese Lichtformer zerstreuen das Licht sehr gut und eignen sich zum Teil auch für den mobilen Einsatz. Wir benutzen bspw. die Calumet Hex 21 Speedbox. Hier klemmt man seinen Systemblitz einfach hinten dran und stellt ihn auf einem Stativ an die gewünschte Stelle. Es gibt auch preiswertere Softbox-Alternativen, man muss nicht diesen nutzen, aber er ist so schön handlich. Wenn Sie mehrere Lichtquellen besitzen, nutzen Sie diese auch als indirektes Licht, indem Sie zum Beispiel eine Wand anblitzen.

Von direktem Blitzen, also nur mit dem System- oder Kamerablitz, rate ich ab, da die Lichtfarbe die Haut unnatürlich aussehen lässt, der grelle Blitz unschöne Schatten macht und zu roten Augen führt.
Wer sich keine Softbox kaufen möchte, kann auch improvisieren mit einem Karton und einer weißen Mullwindel, Butterbrot Papier oder anderen halbtransparenten Materialien. Einfach ein Loch in den Karton schneiden, die Windel vor dem Loch festklemmen und die Konstruktion vor den Blitz positionieren. Es geht im Prinzip nur darum, das Licht zu streuen und weicher zu machen.

Haben Sie ein paar Lampenfassungen für LED-Birnen, können Sie auch diese benutzen. Nutzen Sie hier allerdings nicht zu „warme“ Farben (geeignet sind LED Lichter ab 4000K). Allerdings gibt es deutliche Unterschiede in der „gleichen“ Lichtfarbe zwischen den Herstellern. Hier heißt es ein bisschen ausprobieren, welches Ergebnis einen am besten zusagt.

(Tages-)Licht kann auch umgelenkt und reflektiert werden, zum Beispiel mit Reflektorschirmen, Sunbouncern oder Styroporplatten. Das Licht fällt dabei in einem bestimmten Winkel auf die Oberfläche und wird im selben Winkel zur anderen Seite weiter gegeben. Hiermit kann man schöne Akzente setzen. Als Hauptlichtquelle sind sie aber eher nicht geeignet.

Tipp zum Improvisieren mit kleinem Budget: Nutzt man bspw. die silberne oder goldene Seite einer Rettungsdecke (diese findet sich im Zweifel im abgelaufenen Erste-Hilfe Kasten im Auto) in einem gebastelten Rahmen, lässt sich das Licht auch prima umformen.

Achten Sie bei der Beleuchtung auch immer auf die Einstellung der Kamera. Hier können Sie meist beim Weißabgleich aus „Tageslicht“, „Bewölkt“, „Kunstlicht“, etc. oder der Farbtemperatur auswählen. Prüfen Sie zu Beginn des Shootings, welche Einstellung das beste optische Ergebnis liefert.

Überprüfen Sie Ihr(en) Licht(-aufbau) jedes Mal neu, wenn Sie das Setting ändern, d.h. das Baby anders positionieren, andere Farben und Objekte ins Bild bringen oder die Perspektive (z.B. von oben)ändern. Schauen Sie sich immer die Bildvorschau in Ihrer Kamera an. Wenn Ihnen Bereiche zu dunkel oder hell erscheinen, ändern Sie den Aufbau Ihres Lichtes erneut. Es wäre ärgerlich, wenn Sie die falsche oder fehlende Belichtung erst später am Rechner feststellen.

Tipp 8: Eine Wohlfühl-Atmosphäre schaffen

Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre. Das Licht sollte nicht zu grell sein, der Raum sollte nicht zu warm oder zu kalt sein. Entspannte Hintergrundmusik macht das ganze Shooting geschmeidiger.

Stellen Sie Getränke wie Wasser, Tee oder Saft für sich und Ihr Kind bereit. Ein Shooting ist anstrengend, da ist eine Erfrischung sehr willkommen.

Das Eingewöhnen ans „Studio“: Bevor es losgeht, bitte ich ein Elternteil mit dem Kleinen auf dem Arm an den Blitzen/ Softboxen vorbei zu gehen. Wenn die Kleinen mögen und wollen, dürfen sie eine Softbox auch berühren. Ich glaube nicht, dass sie wissen, was das soll, aber ich bilde mir ein, dass man ihnen damit zeigt, hey, das ist nichts Schlimmes, zwar etwas Ungewohntes, aber du brauchst keine Angst haben. Entspann dich. Ich denke, dasselbe gilt auch für die meisten Eltern 😉 Geben Sie Ihrem Kind Zeit, sich an Ihr gebautes „Studio“ zu gewöhnen.

Auch für Draußen gilt: Achten Sie auf die richtige Temperatur und die Kleidung Ihres Kindes. Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht, in das das Kind gucken könnte.

Vermeiden Sie Stress und fotografieren Sie nicht unter Zeitdruck. Da die kleine Dame oder der kleine Herr noch nicht wissen, was wir da eigentlich von Ihnen wollen kann es sein, dass der erste Versuch vom Fotografieren schneller vorbei ist, als man sich das vorgestellt hat. Haben Sie Geduld. Das ist ja das Schöne, wenn Sie ihr Baby zu Hause fotografieren; Sie können sich alle Zeit der Welt nehmen. Schreikrämpfe ziehen an den Nerven von allen und bringen nichts. Achten Sie darauf, ob Ihr Kind Hunger hat, übermüdet ist oder zum Beispiel die Windel voll ist. Entspannen Sie die Situation.

Wenn alles gut läuft, bestärken und loben Sie ihr Kind während des Shootings.

Tipp 9: Kamera-Einstellungen

Zuerst sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie die Fotos im RAW oder Standard JPG Format aufnehmen möchten. Falls Sie sich gut mit einem Raw-Bildkonverter wie bspw. Lightroom oder Capture One, etc. auskennen und schon häufig damit gearbeitet haben, können Sie die Fotos im RAW Format erstellen und später nach Ihren Wünschen „entwickeln“. Falls dies für Sie Neuland ist, empfehle ich Ihnen die Standardeinstellung beizubehalten. Das spart extrem viel Speicherplatz, Sie sehen sofort das Endergebnis und Bildänderungen lassen sich auch gut in Photoshop oder einem anderen Grafikprogramm umsetzen. (Siehe hierzu den Bonustipp).

Arbeiten Sie nicht im Automatik-Modus Ihrer Kamera. Nutzen Sie die anderen Programmfunktionen oder fotografieren Sie mit der manuellen Funktion. Hier haben Sie die höchsten Freiheitsgrade bezüglich des Bildstils bzw. der Darstellung.

Welchen „Bildstil“ man besonders mag,  entscheidet natürlich der persönliche Gusto. An diesen 4 Faktoren können Sie schrauben, bis Ihnen das Bild gefällt.

ISO:
Je nachdem, wie viel Licht Sie zur Verfügung haben, stellen Sie die ISO-Zahl ein.

ISO 100: wenn der Raum super Lichtdurchflutet ist oder Sie bei Sonnenschein in der Natur sind;

ISO 200 – 400: in Räumen mit normalen Licht und Ihren Aufhellern;

mehr als ISO 800 sollten Sie jedoch nicht verwenden, da die Bilder dann zu verpixelt und krisselig werden können.

Blende
Große Blenden: z.B. f/2,8 – 5,6 – Diese Blenden stellen nur einen Teilbereich des Bildausschnitts scharf da. Sie eignen sich vor allem, wenn man bestimmte Teile des Bildes betonen möchte, der Hintergrund verschwimmt und wird unscharf. Kurze Belichtungszeiten sind möglich.

Mittelgroße Blenden: f/8 – f/11 – diese erhöhen die Schärfentiefe des Motives, sodass das Bild von vorne bis hinten (fast überall) scharf dargestellt wird. Viele Details können somit wieder gegeben werden. Die Belichtungszeit ist jedoch deutlich länger, als bei großen Blenden. Bei zappeligen Kindern kann es daher schnell zu verschwommenen Händen und Füßen kommen.

Kleine Blenden: > f/11 – diese stellen sehr viel im Bild scharf dar, sind aber aufgrund ihrer langen Belichtungszeit nicht zu empfehlen.

Wenn Sie dennoch viel im Bild scharf darstellen möchten, gehen mit der Kamera ein Stück zurück. So vergrößern Sie den Schärfentiefenbereich. Unnötige Bildausschnitte können Sie anschließend mit Ihrem Bildbearbeitungstool entfernen.

Belichtungszeit:
Wie oben bereits erwähnt, zappeln Kinder furchtbar gerne mit Armen und Beinen oder schmeißen den Kopf von der einen zur anderen Seite. Hier heißt es schnell sein für ein schönes Foto. Das gilt natürlich auch für die Belichtungszeit. Ich nutze meistens 1/125 Sek. Das hängt natürlich stark von der Raum-Lichtsituation und den anderen eingestellten Parametern ab. Das Abwägen der richtigen Belichtungszeit kann etwas schwierig sein. Wenn Sie nicht ganz sicher sind, dann machen Sie das Bild lieber etwas zu dunkel. Details kann man mit dem Bildbearbeitungstool meist noch raus holen. Haben Sie das Bild jedoch zu hell aufgenommen, sind die weißen Flächen „ausgefressen“ und enthalten keine Bilddetails mehr.

Brennweite:
Auch die Auswahl des Objektivs mit seiner entsprechenden Brennweite hat Auswirkung auf den Bildwinkel und damit auf die Bildwirkung. Beginnen können Sie mit einem Standard-(Zoom)-Objektiv, mit einer Brennweite z.B. 18 – 200mm. Falls Sie weitere Objektive haben, probieren Sie aus, welches Objektiv Ihnen besser liegt. Das kommt auch ein bisschen auf den vorhandenen Platz, den Sie zur Verfügung haben, an. Ich nutze ganz gerne das 24 – 70 mm Objektiv von Canon.

Tipp 10: Sportlichkeit

Ein Shooting ist anstrengend. Nicht nur für das Baby, sondern auch für Sie. Sie werden Ihr Kind etliche Male wieder in die „richtige“ Position rücken müssen, da es sich unentwegt bewegen wird.

Sie müssen das Kind hochnehmen und trösten, die Kamera halten, ggf. das Stativ verändern, etwas länger in einer Position verharren, bis das Kind zu Ihnen guckt. Zwischendurch die Augen vom vielen Augen-zu-Kneifen entspannen. Haben Sie Geduld mit sich und gönnen Sie sich auch immer mal ein kleines Päuschen – Trinken nicht vergessen! Falls Sie Ihren Partner mit Kind fotografieren und er es hoch hält, geben Sie auch ihm nach einer Weile eine kleine Pause. Ein Kind auf Dauer zu tragen, ist anstrengend! J

Achten Sie auf eine richtige Körperhaltung, sodass Sie nicht verkrampfen. Heben Sie nicht aus dem Rücken heraus, sondern gehen Sie immer schön in die Knie.

Nutzen Sie unterschiedliche Positionen zum Fotografieren. Steigen Sie auf eine Leiter (o.Ä.), um das Kind direkt von oben zu fotografieren, legen Sie sich auf den Bauch, um es direkt von Vorne abzulichten. Variieren Sie ein bisschen die Aufnahmewinkel.

Mit etwas Glück haben Sie am nächsten Tag etwas Muskelkater.

Tipp 11: Es quietscht und gibt Töne von sich

Vor allem die ganz kleinen Babys können ihren Blick noch nicht fokussieren. Da das Baby aber auch auf einigen Bildern in die Kamera gucken soll, muss man einige Tricks anwenden. Manche Babys reagieren auf die Stimmen der Eltern, andere auf bekannte Quietsch-Geräusche eines Spielzeuges. Seien Sie dann sehr schnell mit dem Foto. Meistens haben Sie die Aufmerksamkeit des Kindes nur für einen Bruchteil einer Sekunde, dann ist es schon wieder abgelenkt und guckt ins Nirgendwo.

Falls möglich, bitten Sie einen Assistenten oder den anderen Elternteil, direkt neben ihrer Linse zu stehen und Geräusche zu machen, bzw. mit dem Quietschtier oder der Rassel. Ansonsten arbeiten Sie mit einem Stativ, dann haben Sie noch eine Hand frei (sind aber in Ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.) Achten Sie auch darauf, dass der Erwachsene, der vor der Kamera steht, ebenfalls in die Kamera guckt und nicht zu Ihnen oder dem Baby (es sei denn, das ist gewünscht). Meist gibt es dann Bilder, auf denen das Kind traumhaft in die Kamera lächelt, der Erwachsene aber gerade etwas sagt oder eben nicht in die Kamera guckt. Reden und animieren Sie das Baby und auch den Erwachsenen. Fordern Sie zum Lächeln auf. Haben Sie dabei eine sanfte, angenehme Stimme. Wenn das Baby lachen soll, hilft es manchmal, einfach auch laut mit zu lachen. Ja, das ist am Anfang etwas befremdlich, aber das sieht ja hinterher auf dem Bild niemand!

Überfordern Sie Ihr Kind nicht!
Irgendwann geht das Gequietsche nicht nur dem Fotografen auf den Geist, sondern vor allem auch dem Kind 😉 Gönnen Sie dann dem Kind eine Pause.

Tipp 12: Pausen

Meistens sind die Kinder während des Shootings entspannt und Sie können gut arbeiten. Legen Sie dennoch ab und an Pausen ein. Hauptsächlich werden die Kinder quengelig, wenn sie Hunger haben, oder die Windel voll ist. Das kann man relativ schnell beheben. Auch kann sich eine Überfordern durch zu viele Sprache wie „Gutschi, Gutschi, … nochmal … oder zu lange anhaltendes Gequietsche mit Quietschtieren negativ auf den Gemütszustand des Kindes auswirken. Da Sie Ihr Kind kennen, reagieren Sie möglichst früh, bevor es sich in das Geschrei hinein steigert. Dann ist das Shooting erst einmal vorbei.
Jedes Kind mag andere Trage-, Sitz- und Liegepositionen. Manchmal mögen es zum Beispiel Kinder nicht, wenn beide Eltern gleichzeitig sehr nah bei ihnen sind und sie quasi ein bisschen einklemmen. Erzwingen Sie nichts.

Wenn man eine bestimmte „Pose“ unbedingt möchte, endet das sehr häufig in bitteren Tränen. Lösen Sie diese Situation auf, es gibt noch 100 andere schöne Motive. Meistens mögen die Kleinen es auch nicht, wenn sie zu sehr eingeengt werden. Geben Sie ihm Platz.
Wenn das Kind während des Shootings einschlafen soll, sorgen Sie für Ruhe und Entspanntheit unter allen Beteiligten, reden Sie leise und laufen Sie langsam.

Tipp 13: Neugeborenen Akne, Schönheitsfehler & Co.

Stellen Sie sich darauf ein, dass die meisten Babys nach der Geburt nicht aussehen werden wie Modelbabys in Hochglanzmagazinen. Babys sehen direkt nach der Geburt zum Teil etwas moppelig oder aufgedunsen aus, andere wirken zerbrechlich oder schrumpelig. Dies legt sich aber innerhalb kurzer Zeit, sodass Ihr Schatz auf solchen Fotos anders aussehen wird, als bei späteren Shootings. Das ist völlig normal. Überlegen Sie sich, wann Sie Ihr Kind fotografieren möchten und seien Sie dabei sehr spontan. Babys Haut macht nach der Geburt einiges durch: nach ein paar Tagen kommt die Neugeborenen Akne, dann „platzt“ die Haut auf und pellt sich, das Baby kratzt sich über Nacht im Gesicht und dieser Kratzer zieht sich über die komplette Wange, das Kind bekommt Milchschorf, Pickelchen usw.

Suchen Sie sich für das Shooting also Tage aus, an denen diese Symptome nicht oder wenig vorhanden sind. Am nächsten Tag kann die Situation schon wieder ganz anders aussehen. Bedenken Sie aber auch, dass kleinere Unebenheiten in der Bildnachbearbeitung bereinigt werden können. Oder Sie lassen Ihr Bild einfach so, wie es die Natur hervor gebracht hat!

Dies gilt auch für Schönheitsfehler oder OP-Narben. Nicht jedes Kind kommt gesund zur Welt. Überlegen Sie sich, ob Sie diese Dinge in der Bildbearbeitung korrigieren möchten oder nicht. Dies ist eine sehr persönliche Entscheidung.

Bonustipp 1: Bildnachbearbeitung

Da dies ein kleiner Guide ist, verzichte ich an dieser Stelle auf ausführliche Einführungen in diverse Bildbearbeitungsprogramme. Hierzu gibt es genügend Literatur oder Youtube Tutorials. Ich möchte kurz beschreiben, was ich standardmäßig mit den Bildern nach einem Shooting anstelle und ein paar kleine Schliffe erklären.

Wenn möglich, nutzen Sie eine gesonderte Festplatte für Ihre Bilder, legen Sie Ordner mit Jahreszahlen an und fügen Sie hier einen Ordner mit einer aussagekräftigen Benennung ein. Dies verhindert, dass Sie die Bilder im Chaos der anderen Dateien nicht mehr wieder finden. Da Sie wahrscheinlich häufiger Shootings machen werden, haben Sie die Bilder dann auch gleich gut sortiert.

Außerdem liegen die Bilder dann physisch bei Ihnen und nicht in irgendwelchen (unsicheren) Cloud-Portalen. Babybilder sind Privatsache.

Falls Ihre Kamera, bzw. Ihr Bildbetrachter dies nicht automatisch macht, drehen Sie alle Bilder, sodass Sie sie richtig betrachten können. Für einige Bildbearbeitungsprogramme gibt es auch Plugins, die das Drehen automatisieren. Das spart Zeit.

Schauen Sie alle Bilder einmal durch und löschen Sie rigoros alle unscharfen, Augen zu, verwackelten, etc. Bilder. Diese brauchen Sie nicht und sie verschwenden nur sinnlos Speicherplatz.

Markieren Sie sich aus jeder „Szene“ die 2-3 schönsten Bilder, diese haben das Ticket für die weitere Bearbeitung gezogen. Erstellen Sie einen Ordner, in den alle Bilder kommen, die Sie bearbeiten möchten. Kopieren Sie die markierten Bilder und fügen Sie diese in den Ordner ein, sodass Sie Bilder jetzt 2-mal haben.

Los geht’s!

Nehmen Sie sich das erste Bild vor und überlegen Sie, ob es noch besser aussieht, wenn Sie nur einen Ausschnitt des Bildes wählen. Manchmal kann es sich lohnen aus einem Querformat ein Hochformat zu machen. Schneiden Sie es zurecht, achten Sie aber auf die entsprechenden Formate (z.B. 2:3), wenn Sie es später ausdrucken lassen möchten, sonst kann es vorkommen, dass die Bilder mit weißem Rand, verzerrt oder vergrößert ausgedruckt werden.

Sehen Sie sich an, ob Sie mit einer Tonwertkorrektur  Tiefen und Höhen optimieren können, nutzen Sie auch, falls vorhanden, Gradiationskurven. Falls Ihr Bildbearbeitungsprogramm Auto-Korrekturen hat, nutzen Sie diese und schauen Sie, ob Ihnen das Ergebnis gefällt. Ansonsten machen Sie weitere Einstellung zur Helligkeit und dem Kontrast. Achten Sie dabei darauf, den Effekt nicht zu stark anzuwenden, da die Bilder dann leicht unnatürlich aussehen können. Passen Sie ggf. noch die Tonwerte an.

Haben Sie doch Fusseln, Haare oder Pickel ins Bild geschlichen? Retuschieren Sie diese mit dem Kopierstempel oder Bereichsreparatur-Pinsel. Manchmal ist es auch sinnvoll Elemente von einem anderen Bild in das aktuelle einzufügen. (z.B. ein Familienbild: alle gucken in die Kamera, Lächeln, die perfekte Situation, nur Mama hat die Augen zu, auf einem 2., sehr ähnlichem, aber nicht ganz perfekten Bild hat sie die Augen offen à nehmen Sie die 2. Augen und fügen Sie sie ins erste Bild ein.)

Fügen Sie, wenn Sie wollen, eine Vignettierung (Helligkeitsabfall von der Bildmitte zum Rand, die Ecken wirken dann dunkler) dem Bild hinzu um einen noch stärkeren Fokus zu setzen.

Schärfen Sie das Bild komplett oder selektiv nach. Vor allem bei Augen, Lippen und metallischen Elementen (Ohrstecker, Kette, Gürtelschnelle, Reißverschluss…) kommt dieser Effekt sehr gut.

Nutzen Sie den schwarz / weiß Effekt. Hier können Sie den Kontrast des Bildes etwas erhöhen.

Speichern Sie die Bildbearbeitungsdatei ab. Speichern Sie das Bild erneut mit „Für Web speichern unter…“ ab, falls Sie das Bild z.B. versenden möchten. Hierzu können Sie es z.B. auch auf 1.200 x 800 Pixel reduzieren. Zum Betrachten reicht dies meist vollkommen aus. Speichern Sie das Bild in voller Größe, falls Sie es drucken lassen möchten.

Setzen Sie besondere Highlights in Ihre Bilder mit Bildbearbeitungsapps. Diese fügen Ihren Bildern im Handumdrehen zum Beispiel einen „Retro-Look“ hinzu, ohne, dass Sie viel bearbeiten müssen.

Veröffentlichungen: Bitte überlegen Sie sich genau, wo und was für Bilder Sie hochladen und veröffentlichen. Sind die Bilder einmal im Internet, ist es fast unmöglich diese wieder zu löschen. Auch die AGB einiger Plattformen machen sich die Bilder zu eigen, wenn diese erst einmal hochgeladen wurden und hätten damit das Recht, sie zum Beispiel für Werbemittel etc. zu benutzen.

Bonustipp 2: Bildgeschenke

Nutzen Sie Ihre Bilder, um Sie zu verschenken und anderen Menschen eine Freude zu machen. Lassen Sie sie ausdrucken. In der heutigen digitalen Welt gehen Bilder so schnell „verloren“ oder geraten in Vergessenheit. Gestalten Sie z.B. eine weihnachtliche Postkarte mit Ihrem Engel und verschicken Sie diese z.B. an Nikolaus. Aus eigener Erfahrung erhalten Sie so viel positives Feedback darauf… „Sie hängt jetzt an unserem Kühlschrank…“.

Gestalten Sie ein Fotobuch für Ihr Baby, das Sie ihm irgendwann schenken.

Verschenken Sie Bilderrahmen zum Hinstellen oder Hinhängen.

Jahreskalender, Schlüsselanhänger, Memory-Spiel, etc. Haben Sie Spaß an Ihren Werken und schießen Sie bald wieder Fotos. Die Kleinen wachsen ja so schnell :)!

 
 

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